






Wie wirkt Blutegeltherapie?
Die Behandlung mit dem medizinischen Blutegel (Hirudo
medicinalis) zählt mit zu den ältesten Heilmethoden, die die Menschheit
kennt.
Zunehmend erleben Blutegel
eine Wiederentdeckung in der modernen Heilkunst.
Die Wirkung des Blutegels ist doppelt: die ausleitende Wirkung des sanften
Aderlasses führt einerseits zu einem Ausschwemmen von Entzündungs- und
Giftstoffen. Andererseits wirkt jeder einzelne Egel wie eine Art lebendige
Spritze auf den Körper: während des Saugvorgangs gibt der Egel seinen
Speichel, die sog. "Saliva", in die Bißstelle hinein, einen Wirkstoffcocktail
aus inzwischen 18 bekannten Wirksubstanzen.
Bis heute lässt sich diese besondere Wirkung der Saliva nicht über Tabletten oder Spritzen nachahmen, sondern ausschließlich mit Hilfe des lebendigen Egels erreichen.
Blutegel bewirken
Schmerzlinderung (z. B. bei Gelenkverschleiß, Krampfadern), Entzündungshemmung
(z. B. bei Venenentzündungen, Furunkeln), Durchblutungsförderung und Gerinnungshemmung
(z. B. bei Arterienverkalkung, Wundheilungsstörungen), regen den Lymphfluß
und die Blutbildung an (z. B. zur Ausleitungs- und Entgiftungstherapie)
und verbessern die Abwehrkräfte des Körpers.
Interessantes über den Blutegel
Blutegel...
Während des Saugens gewinnt der Egel an Größe und fällt nach ca. 30 Min. spontan ab. Nach einer Nachblutungszeit von ca. 15 Minuten wird der Verband angelegt. Die entstehenden Narben sind nur millimetergroß und haben die Form eines Mercedessterns. Sie verblassen in der Regel innerhalb weniger Monate.
Die Behandlung kann montags, dienstags oder donnerstags jeweils am Vormittag erfolgen. Da die Egelstellen bis zu 12 Stunden nachbluten können, muß am Nachmittag desselben Tages sowie am Vormittag des Folgetages jeweils ein Verbandswechsel in der Praxis durchgeführt werden.
Bei welchen Beschwerden helfen Blutegel?
Die Wirksamkeit bei verschiedenen Anwendungsgebieten ist in zahlreichen
wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert. Bewährt haben sich Blutegel
bei folgenden Beschwerden: